Der allgegenwärtige Personalmangel, derzeit noch insbesondere im Pflegebereich, zieht einen Teufelskreis nach sich, der nicht nur die aktuelle, sondern auch die zukünftige Patientenversorgung gefährdet. So kommt es z. B. durch Mangel an Pflegepersonal zur Sperre von Stationsbetten.
Dies wiederum bedeutet, dass Operationskapazitäten reduziert werden müssen, da nicht genügend Betten für die postoperative Versorgung vorhanden sind. Das reduzierte OP-Programm hat dann wiederrum zur Folge, dass die Ausbildungsqualität in den operativen Fächern leidet und angehende Chirurg: innen nicht mehr auf die erforderlichen Fallzahlen kommen oder bestimmte Eingriffe gar nicht mehr erlernen können. Dadurch wird der Ausbildungsstandort Innsbruck zunehmend unattraktiver, die Zahl der Bewerbungen auf Ausbildungsstellen geht zurück und die Entwicklung eines Personalmangels auch im ärztlichen Bereich ist absehbar.
Wir fordern daher eine Stellenbesetzung, die nicht nur aktuelle Probleme berücksichtigt, sondern auch zukunftsorientiert absehbare Probleme antizipiert. Die Attraktivität der Arbeitsbedingungen muss sowohl in den ärztlichen wie den nicht-ärztlichen Disziplinen und in allen Bereichen, nicht nur dem finanziellen, sichergestellt werden, um ausreichend Nachwuchs im ärztlichen und nicht-ärztlichen Bereich lukrieren zu können.