Seit 01.01.2024 sieht das Einkommensteuergesetz einen monatlichen Steuerfreibetrag von insgesamt 600€ für Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen (SEG) sowie für Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit und für die ersten 18 Überstunden im Monat vor.
Das ärztliche Personal an den Tirol Kliniken bekommt aber nur den Anteil der SEG Zulage steuerfrei ausbezahlt, nicht die Anteile der Überstundenzuschläge. Im pflegerischen Bereich erfolgt eine korrekte Auszeichnung und die Steuerfreibeträge werden genutzt. Bei einer durchschnittlichen Anzahl an Nacht- und Wochenenddiensten entgehen allen Ärzt:innen, welche keine Überstundenzuschlagspauschale erhalten, somit über 200€ NETTO monatlich durch zu viel bezahlte Steuern. Um die Steuerfreibeträge nutzen zu können, müssten nur die steuerlich begünstigten Überstundenzuschläge am Lohnzettel separat ausgewiesen werden. Leider wurde dies über Jahre von den Tirol Kliniken abgelehnt. Für uns ist dies umso unverständlicher, da sich die Lohnkosten für die Tirol Kliniken in keiner Weise erhöhen würden, sondern nur Steuerfreibeträge genutzt werden würden.
Die Unabhängige Ärzteliste hat sich mit Unterstützung der Ärztekammer in dieser Angelegenheit heuer an Frau Landesrätin Mag. Hagele gewandt. Auf diese Initiative hin wurde jetzt die für die Programmierung der Lohnsoftware engagierte Firma endlich beauftragt, eine steuerkonforme Auszeichnung der Überstunden am Lohnzettel zu prüfen. Dieser Prozess dauert jetzt bereits Monate, währenddessen wir weiterhin jeden Monat hunderte Euro unnötig Steuer auf Überstundenzuschläge bezahlen!
Wir fordern, dass rasch eine steuerkonforme Auszeichnung der Überstundenzuschläge am Lohnzettel erfolgt, damit die dafür vorgesehenen Steuerfreibeträge auch genutzt werden können!